Traumawissen

Was ist ein Entwicklungstrauma?

Es könnte gut möglich sein, dass man Entwicklungstraumen in der heutigen Welt zu den wichtigsten Volksgesundheitsproblemen zählen muss. Dabei sind nicht einzelne traumatisierende Ereignisse gemeint, wie ein Unfall, sexueller Übergriff oder das Erleben einer Naturkatastrophe, sondern meistens über lange Perioden anhaltende interpersonelle Erlebnisse in unserer Kindheit, die die individuelle Bewältigungskapazität übersteigen. Einerseits kann es etwas sein, das uns über längere Zeit angetan wurde – emotionale und/oder körperliche Misshandlung, Missbrauch oder Gewalt. Doch oft ist es die Abwesenheit oder Mangel von positiven Erfahrungen, die für eine gesunde emotionale Entwicklung wesentlich sind – unzureichender Halt im Elternhaus, zu wenig Einstimmung, zu wenig Bindung, Berührung oder Förderung. Frühe traumatische Erfahrungen dieser Art kommen öfter vor, als allgemein bekannt ist – man findet bei den meisten von uns Elemente bestimmter Anpassungsstrukturen und Symptome. Sind diese weniger offensichtlich, nehmen wir vielleicht nicht einmal bewusst wahr, wie gedämpft wir Freude, inneres Wachstum und Nähe in Beziehungen erleben. Und selbst wenn wir uns über unsere Schwierigkeiten im Klaren sind, verstehen wir in der Regel nicht, woher sie kommen.

Erfahren Sie mehr über das Thema Entwicklungstrauma in den folgenden Kapiteln bzw. unter den folgenden Links:

• Entwicklungstrauma – eine tiefe menschliche Erfahrung.
• Neurowissenschaftliche Sicht und neueste Erkenntnisse – der Vagus-Nerv.
• Wenn Grundbedürfnisse vernachlässigt werden – adaptive Überlebensstrategien.
• Warum ist es so schwer da rauszukommen – im Haltegriff von Trauma und Angst.
• Der Weg aus dem Trauma – gemeinsam schaffen wir es!

*Diese Übersicht ist in Anlehnung an zahlreiche Autoren und Pioniere der Neurowissenschaft, Psychotherapie und Körpertherapie und ihre Werke entstanden. U.a. Bessel van der Kolk, David Berceli, Deb Dana, Gabor Maté, Laurence Heller, Peter A. Levine, Stanislav Grof, Stanley Rosenberg, Stephen Porges.