Meditation

… ist das eigenständige, freiwillige und bewusste Fokussieren und Lenken der Wahrnehmung auf die gegenwärtige Situation. Es ist ein Ausstieg aus dem Alltag bzw. aus den alltäglichen Gedankenmustern – nicht über Morgen sich Sorgen zu machen oder dem Gestern nachzugrübeln, sondern voll und ganz Hier und Jetzt zu sein. Den gegenwärtigen Moment, im gegenwärtigen Raum so anzunehmen, wie er ist, ohne zu urteilen und ohne etwas verändern oder bewerten zu wollen – das verstehe ich unter Meditation. Dabei gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, was Meditation ist – es gibt nicht die eine Wahrheit. Ich persönlich schätze einen undogmatischen Zugang und die Vielfalt der jeweiligen Methoden.

Der dabei entstehende meditative, wohlwollende und nicht auf Veränderung zielende Bewusstseinszustand kann in eine tiefere Verbundenheit mit sich selbst, aber auch mit allem was ist, dem sogenannten Seinszustand, führen. Im Gegensatz zum Wachzustand, bei dem unser Geist bewegt ist und wir bewusst sind, sind wir beim Meditieren ebenfalls bewusst, jedoch ist unser Geist still. Wir können beim Meditieren bei vollem Bewusstsein eine Gedankenstille erfahren und aus der Identifikation mit den Gedanken heraustreten. Gerade bei Anfängern kann die Fokussierung auf Körperwahrnehmungen eine hilfreiche Methode sein, um aus dem Gedankenkarussell auszusteigen, da der Körper, im Gegensatz zu den Gedanken, nicht in der Vergangenheit oder Zukunft sein kann.

Generell kann Meditation Stress bzw. körperliche Stresssymptome reduzieren, den Blutdruck, die Herz- und Atemfrequenz senken sowie zu muskulärer Entspannung führen. Gleichmut aber auch Empathie werden gefördert. Durch die Steigerung der subjektiven Lebensqualität kann ein positiveres Selbstkonzept entwickelt werden. Aufmerksamkeitssteigerung und Emotionsregulation sind weitere Wirkungen der Meditation. Unterschiedliche Meditations-techniken wirken dabei durchaus unterschiedlich. So verbessert enges Gewahrsein und fokussierte Aufmerksamkeit die Konzentration. Offenes Gewahrsein reguliert Gedanken und Handlungen. Eine Metta Meditation kann wiederum die Gefühle positiv beeinflussen. Auch der Begriff der Achtsamkeit wird oft in Zusammenhang mit Meditation genannt und ist Bestandteil einer meditativen Praxis – ein Abschalten der Automatismen im Alltag.